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Möllner Stadtgeschichte

Mölln, der Staatlich anerkannte Kneippkurort, ist zentraler Punkt des “Naturparks Lauenburgische Seen” und liegt an der “Alten Salzstraße”, einer Touristenstraße, die etwa dem mittelalterlichen Handelsweg zwischen Lüneburg und Lübeck folgt. Mölln wird im Jahre 1188 zum ersten Mal in einer Urkunde genannt und zwar in einem Gebietsstreit zwischen der Stadt Lübeck und dem Grafen von Holstein und Sachsen-Lauenburg. Kaiser Friedrich Babarossa entscheidet, daß die Vorrechte Lübecks reichen sollten bis zum “stagnum Mulne”, bis zu See mit der Mühle (mulne -mollen - Mölln). Um diese Mühle entstand eine Siedlung, die Schon im Jahre 1202  von Waldemar von Dänemark das Stadtrecht verliehen bekommt; d.h. das Recht Märkte abzuhalten und Zoll zu erheben. Bereits 1391 wurde mit dem Bau des Stecknitz-Kanals begonnen, der einer der ältesten Kanäle Europas ist. Der Kanal diente einem regen Salzhandel zwischen Lüneburg und Lübeck. Im Jahre 1900 wurde dieser zum Elbe-Lübeck-Kanal ausgebaut.  Die günstige Lage am Kanal und am Frachtweg von Lübeck nach der Elbe und weiter nach Lüneburg haben Mölln in wirtschaftlicher und architektonischer Beziehung sehr gefördert. Rund um den Marktplatz steht die zwischen 1210 und 1250 erbaute St. Nicolai-Kirche, das alte Rathaus von 1373 mit seinem Stufengiebel und schönen Spitzbogen und der Gerichtslaube, die 1475 harmonisch dem Rathaus vorgesetzt worden ist. Mit den beiden dem Rathaus gegenüberliegenden Bürgerhäuser von 1582 und 1632 bilden die Fachwerk - und Backsteinbauten eine gewachsene städtebauliche Einheit.

Ein Besuch des Museums im Alten Rathaus am Marktplatz vermittelt Ihnen ein anschauliches kulturgeschichtliches Bild der Stadt. Aber auch ein Spaziergang durch die mit Sorgfalt sanierte Altstadt läßt die geschichtliche Bedeutung Möllns erkennen

Mölln, Stadt Till Eulenspiegels, unter dieser Devise ist Mölln weithin bekannt.Wandern auch Sie “Auf Eulenspieges Spuren”.       Am Markt, unterhalb der St. Nikolai-Kirche sitz Till Eulenspiegel als Brunnenfigur, in Bronze gegossen, auf einen Steinsockel. Der Eulenspiegelbrunnen wurde von Karl-Heinz Goetke, einen Möllner Künstler und Bildhauer, geschaffen und 1950 eingeweiht.                Ob dieser sympathische Schelm mit deinem bunten Wams und der Schellenkappe wirklich gelebt hat, wissen wir nicht, aber warum sollen alle die über ihn bekannten volkstümlichen Geschichten erfunden sein? Er, der Urvater des Schalks und der hintersinnigen Spitzbüberei verstand es wie kein anderer, seine Zeitgenossen beim Wort zu nehmen. Nach allgemeiner Überlieferung wurde Till Eulenspiegel im Jahre 1300 in Kneitlingen bei Braunschweig geboren. Seine Eltern waren Klaus und Anna Wibke. Schon früh soll er sein Elternhaus verlassen haben und war als possenreißender Narr zeitlebens auf Wanderschaft. Nicht überall war er wegen seiner übermütigen Streiche gerne gesehen und wurde aus mancher Stadt gejagt oder des Landes verwiesen. In Mölln, wo er sich eines hohen Ansehens erfreuen durfte, ist er im Jahre 1350 im Heiligengeist-Hospital verstorben. Dieses verkündet sein Grabstein, der an der Außenwand der St. Nikolai-Kirche eingemauert ist und heute als Wallfahrtsort seiner Verehrer dient. Möllns Stadtväter waren über Jahrhunderte bemüht Erinnerungsstücke an Till Eulenspiegel zu sammeln und zu bewahren, die heute im Eulenspiegelmuseum ausgestellt sind.